Die Entstehnungsgeschichte des Altschützenjahres

Zwischen Tradition und Wandel

Das Ravensburger Rutenfest wurde in einem Protokoll des reichsstädtischen Rates von 1645 erstmals erwähnt. An der vorletzten Jahrhundertwende sollte das Fest besonders glanzvoll gefeiert werden. Auf Initiative des Rektors Johannes Dehlinger fand 1823 zum ersten Mal das Adlerschießen der "Latein- und Realschüler" statt. Der Pädagoge hatte sich dabei wohl von der einstigen reichsstädtischen Armbrustschützengesellschaft inspirieren lassen.

 


Die Aufstellung der Protesttrommler von 1906

1900 wurde das erste Altenschießen veranstaltet. Sofort auf große Begeisterung gestoßen, ist es seither alle fünf Jahre ein fester und sehr beliebter Bestandteil des Rutenfestgeschehens. Wie in der Chronik "100 Jahre Ravensburger Altentrommler" ausgeführt, wurde sechs Jahre später ein "Protest-Trommlerkorps" gegründet, das im Altschützenjahr 1910 erstmals als "Altentrommlerkorps" auftrat. In der erwähnten Chronik werden diese Ereignisse ausführlich gewürdigt.

Nach fünf Jahren ist das Altenschießen im Jahr 2010 wieder ein besonderer Höhepunkt des Rutenfestes. Rund 2500 Schützen werden erwartet. Bereits seit 1995 werden wegen der stetig gewachsenen Teilnehmerzahl zwei Adler auf der Kuppelnau aufgestellt. Am Rutensonntag ziehen die Schützen, nach Jahrgängen geordnet, um 10:15 Uhr von der Marktstraße zum Kuppelnau-Festplatz; dort beginnt nach einem Festakt um 11 Uhr der spannende, traditionsreiche Schießwettbewerb.